Aktivisten für grünen Strom – Greenpeace Energy

Sie klettern auf Bohrinseln, blockieren Kohlebagger und ketten sich an Zäunen von Atomkraftwerken fest. Das klare Ziel der Aktivist/innen von Greenpeace: die Energiewende. Um die Energiewende weiter voranzutreiben, hat die Umweltschutzorganisation im Jahr 1999 den Ökostrom-Anbieter „Greenpeace Energy“ gegründet. In dem Hamburger Ökoenergie-Unternehmen arbeiten vor allem Spezialist/innen für den Energiemarkt. Doch die Ökostrom-Profis sind nicht mit weniger Leidenschaft und Engagement bei der Sache als die Aktivist/innen von Greenpeace.

Energiemarkt Expert/innen Foto: Greenpeace Energy
Planet Energy Foto: Greenpeace Energy
Sauberer Strom Foto: Greenpeace Energy
Engagierte Mitarbeiter für das Ziel Ökostrom | Foto: Greenpeace Energy
Modernes Büro | Unternehmensbeispiel Greenpeace Energy | Foto: Greenpeace Energy
Treffpunkt im Büro | Unternehmensbeispiel Greenpeace Energy | Foto: Greenpeace Energy
Gemeinsamer Austausch in regelmäßigen Besprechungen | Unternehmensbeispiel Greeenpeace Energy

Auch wenn Greenpeace Energy wirtschaftlich und rechtlich unabhängig von der gleichnamigen Umweltschutzorganisation ist, sind beide doch sichtbar miteinander verbunden. Beide sitzen in der Hamburger Hafencity im selben Gebäude. Oft besucht Friederike Knust die Vorträge oder Ausstellungen von Greenpeace, die im Foyer stattfinden. Die 26-Jährige arbeitet im Absatz-Portfoliomanagement von Greenpeace Energy. Vereinfacht gesagt schaut sie, wie viel Strom und Gas benötigt wird, um alle Kund/innen mit Energie versorgen zu können. An ihrer Arbeit mag die Wirtschaftsingenieurin, dass diese ganz viel mit Zahlen zu tun hat.

Arbeiten mit Gleichgesinnten

„Ich merke zwar nicht bei allem, was ich täglich auf der Arbeit mache, dass es zur Energiewende beiträgt. Aber irgendwie weiß man, dass man da an einer guten Sache mitarbeitet“, sagt Friederike Knust. Ihr gefällt sehr bei Greenpeace Energy, mit Gleichgesinnten zusammenarbeiten zu können. Am Wochenende gehen sie und ihre Kolleg/innen schon mal gemeinsam auf eine Anti-Atomkraft-Demo. Das ist zwar keine Arbeitszeit, aber Greenpeace Energy unterstützt seine Angestellten dabei und organisiert etwa die gemeinsame Anreise zu den Demos. Doch die Mitarbeitenden bei Greenpeace Energy unternehmen noch mehr zusammen: Bei regelmäßigen „Socializing-Abenden“ kochen sie, kickern oder schauen Filme.

Viele der Mitarbeiter/innen kommen wie Robert Becker mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Dass Greenpeace Energy einen Duschraum für die Fahrradfahrer/innen bereit hält und einen Teil des ÖPNV-Tickets zahlt, schätzt der 28-Jährige sehr. Angestellt ist er bei der Tochterfirma „Planet energy“, die sich um die Planung, den Bau und den Betrieb von Anlagen der Erneuerbaren Energien kümmert. Als Controller errechnet Robert Becker beispielsweise, ob sich neue Projekte finanziell lohnen. Besonders schätzt er, dass im gesamten Unternehmen ethische Ziele verfolgt werden und auch Kleinanleger über Planet energy die Möglichkeit bekommen, sich an Projekten der Energiewende zu beteiligen.

Energiewende für jeden Mann und jede Frau

Greenpeace Energy ist als so genannte Energie-Genossenschaft organisiert. Die Idee dahinter: Jeder und jede kann mit seinem Geld Anteile von Greenpeace Energy kaufen und so finanziell die Energiewende unterstützen. Die Mitarbeiter/innen von Greenpeace Energy können Mitglieder der Genossenschaft werden, müssen es aber nicht.

Wenn Genossenschaftsmitglieder, Kund/innen oder sonstige Interessenten beispielsweise Fragen zur Herkunft des Stroms haben, dann landen sie oft bei Markus Weiß. Der 33-Jährige arbeitet im Beschaffungsmanagement. Er kümmert sich darum, dass der Strom, den Greenpeace Energy verkauft, tatsächlich auch aus regenerativen Energiequellen kommt. Denn das Unternehmen produziert den Großteil des Stroms nicht selbst, sondern kauft ihn bei Betreibern von Wasser- oder Windkraftanlagen ein.

Da die Arbeit bei Greenpeace Energy viel mit Marktbeobachtung, Angebot und Nachfrage zu tun hat, haben viele Mitarbeiter/innen – wie auch Markus Weiß – einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Zudem ist Markus Weiß mitverantwortlich für die Beschaffung von Windgas. Um Windgas herzustellen, wird der Strom aus Windkraftanlagen in Gas umgewandelt. Das verkauft Greenpeace Energy nämlich auch.
An Greenpeace Energy schätzt Markus Weiß die flachen Hierarchien. Fast jeden Morgen machen die Vorstände eine Runde und begrüßen alle Mitarbeiter/innen. „Ich finde es angenehm, dass das Unternehmen nicht so groß ist. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr gut. Ich komme morgens gerne hierher.“

Gemeinsame Entscheidungen

Der Austausch untereinander und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen bei Problemen ist bei Greenpeace Energy sehr wichtig. Daher werden viele Themen gemeinsam diskutiert, berichtet Personalreferentin Katrin Erdoğrul. Zudem findet alle zwei Monate die so genannte Bürobesprechung statt, bei der die einzelnen Abteilungen vorstellen, an welchen Themen sie gerade arbeiten.

Auch die Azubis werden bei Greenpeace Energy ab dem ersten Tag voll integriert, erzählt Katrin Erdoğrul. Im Schnitt bildet Greenpeace Energy zwei Kaufmänner/frauen für Büromanagement pro Jahr aus. Nach Möglichkeit werden die Azubis nach der Ausbildung übernommen. Etwa die Hälfte der 89 Mitarbeiter/innen arbeiten seit mindestens fünf Jahren bei Greenpeace Energy. Aber natürlich verstärken auch immer wieder neue Leute das Team. „Insgesamt ist unsere Mitarbeiterzahl stabil und wächst seit einigen Jahren“, sagt Katrin Erdoğrul.

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Infos zu Greenpeace Energy

Hongkongstr. 10
20457 Hamburg
www.greenpeace-energy.de

Gegründet: 1999
Mitarbeitende: 89
Produkte: Ökostrom, Windgas

Ausbildung

Greenpeace Energy bildet aktuell zum/r

Kaufmann/frau für Büromanagement 

aus.

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