Zwei Wege für die Energiewende

Egal ob mit Berufsausbildung oder Studium – jeder kann für die Energiewende anpacken. Zwei Fachkräfte aus der Wind-Branche erzählen im Rahmen des Projekts „Energiewende schaffen“ von ihrem Berufsalltag.

Windpark-Standort Planerin Melanie Konrad

Melanie Konrad (29) arbeitet als Windpark-Standort-Planerin bei wpd in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg) und hat einen Master of Science in Energietechnik Fachrichtung Erneuerbare Energien.

Greenday Artikel: Melanie Konrad bei Messungen vor Ort

Melanie Konrad bei Messungen vor Ort. Foto: wpd

Nach meinem Bachelor-Studium Wirtschaftsingenieurswesen habe ich mich in meinem Master an der Hochschule Trier auf Erneuerbare Energien spezialisiert. Durch Praktika bin ich in die Wind-Branche gekommen. Unter anderem habe ich bei einem Windenergieanlagenhersteller in China gearbeitet. Gerade auch die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit unterschiedlicher Ausbildung – zum Beispiel mit technischen und kaufmännischen Projektmanagern oder Installateuren – finde ich toll an meiner Arbeit.

Zu meinen Tätigkeiten gehört es, einzuschätzen, wo es sich besonders lohnt, einen Windpark zu bauen. Dazu arbeite ich mit speziellen Programmen, die beispielsweise Windgeschwindigkeiten berechnen können. Außerdem entwickle ich Konzepte, wie man Daten für Windpark-Standorte messen kann. Dadurch kann besser beurteilt werden, ob ein Windpark rentabel sein wird. Außerdem geben wir bei externen Unternehmen Gutachten in Auftrag, die ebenfalls Standorte für Windparks prüfen. Diese Gutachten landen dann bei mir auf dem Schreibtisch.

Ab und zu fahre ich auch selbst zu potenziellen Standorten und stelle die Qualität der Messungen sicher. Das ist eine schöne Abwechslung zu der Schreibtischarbeit, da man vor Ort beispielsweise beim Geräteaufbau auch handwerklich etwas tut. Mir gefällt auch das analytische Arbeiten. Man lernt täglich etwas Neues hinzu. Durch zusätzliche Weiterbildungen, Messe- und Konferenzbesuche wird einem nie langweilig.

Mechatroniker Steffen Pals

Steffen Pals (24) arbeitet als Mechatroniker bei psm Nature Power Service & Management in Erkelenz (Nordrhein-Westfalen) und absolvierte bei dem Unternehmen eine entsprechende Ausbildung.

Green Day Artikel: Mechatroniker bei psm Nature Power Service & Management in Erkelenz (Nordrhein-Westfalen)

Mechatroniker bei psm Nature Power Service & Management in Erkelenz (Nordrhein-Westfalen). Foto: psm

Da ich mein Fachabitur in Metalltechnik und Systemautomatisierungstechnik gemacht habe, war für mich schnell klar, dass ich eine Ausbildung im technischen Bereich machen möchte. Die Branche der Erneuerbaren Energien erschien mir als zukunftssicher und die Tätigkeit als sinnvoll. Auch die Vorstellung, an gewaltigen Maschinen arbeiten zu können, spielte eine große Rolle für mich. In solch einer großen Höhe zu arbeiten, hat mich immer fasziniert, denn die Aussicht von dort oben ist wirklich etwas Tolles.

Zu meinen Hauptaufgaben zählen die Wartung und Instandsetzungsarbeiten an Photovoltaikanlagen. Des Weiteren bin ich im Störungseinsatz an Stromleitungen unterwegs. Auch die Wartung von Transformatoren für Windkraft- und Photovoltaikanlagen, die den erzeugten Strom ins Netz einspeisen, gehört zu meinem Aufgabenfeld. Unsere Abteilung kümmert sich auch um die Kommunikationstechnik der einzelnen Anlagen, die beispielsweise vor Unwettern warnt.

Unser Job ist sehr abwechslungsreich, und das gefällt mir besonders. Wir sind auch mehrere Wochen im Jahr in ganz Deutschland unterwegs, zum Beispiel in Bayern, Sachsen und Brandenburg. Speziell bei der Arbeit gefällt mir die Suche nach Fehlern – diese zu finden und zu beheben macht mir am meisten Spaß.

Informationen über diese und weitere Berufe der Energiewende gibt es im Internet unter www.energiewende-schaffen.de. Jeden Monat finden Schüler/innen, Eltern und Lehrkräfte dort neue Texte, Fotos und Videos über Berufsbilder, Unternehmen und aktuelle Entwicklungen des „Arbeitsmarkts Energiewende“. Das Portal bietet Informationen, wie man sowohl durch eine Ausbildung als auch durch ein Studium einen Beitrag zur Energiewende und damit zum Klimaschutz leisten kann. Speziell für Personen, die Jugendliche zu Berufen beraten, werden auch Fortbildungen angeboten. Wer nichts verpassen will, sollte den Twitter- und Facebook-Kanal „Energiewende schaffen“ oder den Newsletter abonnieren. „Energiewende schaffen – Ausbildung und Studium für die Zukunft“ ist ein Projekt des Wissenschaftsladen Bonn e.V. und wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Robert Bosch Stiftung.

 

Der Artikel erscheint in Kooperation mit dem Green Day im aktuellen Magazin zum Green Day 2015.

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